Aktuelle Themen

Stellungnahme:

Die TIB bezieht Stellung zum Gesetzentwurf zur 3. Option

 
Die TIB bezieht Stellung zum aktuellen Gesetzentwurf zur Umsetzung des Bundesverfassungsgerichtsurteils zur 3. Option
 
Unsere Stellungnahme, die wir an Herrn Seehofer (Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat), an Frau Giffey (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) sowie an Frau Barley (Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz) gesendet haben, können Sie hier lesen:
 
 
 
Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der in das Geburtsregister einzutragenden Angaben

Sehr geehrte Frau / Herr Bundesminister_in XXXXX,
 
die von der Stadt München finanzierte Trans*Inter*Beratungsstelle berät als Fachstelle zu den Themen Trans- und Intergeschlechtlichkeit. An die Beratungsstelle wenden sich neben trans- und intergeschlechtlichen Menschen insbesondere auch Angehörige sowie Fachkräfte, die zu den Themen Trans- und Intergeschlechtlichkeit Beratungsbedarf haben. Wichtige Schwerpunkte unserer Beratung sind psychosoziale Fragen, beispielsweise zu eigener Identität und Umgang mit Coming-out, rechtliche Fragen zu Vornamens- und Personenstandsänderungen sowie Umgang mit Diskriminierungserfahrungen.

Die bislang fehlende rechtliche Anerkennung weiterer Geschlechter als „männlich“ und „weiblich“ stellt viele inter- und transgeschlechtliche Menschen und damit auch uns als Beratungsstelle vor große Schwierigkeiten. Denn dadurch ergibt sich eine Unsichtbarkeit in Bezug auf das eigene Geschlecht und zwangsweise Falschzuordnung in praktisch allen Bereichen des Lebens. Wann immer die Angabe des Geschlechts erforderlich ist und nur die Kategorien „männlich“ oder „weiblich“ zur Verfügung stehen, müssen diejenigen inter- und transgeschlechtlichen Menschen, die sich in diesen Kategorien nicht wiederfinden, falsch zuordnen. Die gravierenden Folgen von Unsichtbarmachung, fehlender Anerkennung und Diskriminierungserfahrungen auf psychisches Wohlbefinden und Gesundheit wird in unseren Beratungen immer wieder deutlich und mündet häufig in psychische Krisen sowie Suizidalität.

Daher begrüßen wir das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 10. Oktober 2017 zur dritten Option als Chance für eine rechtliche Anerkennung geschlechtlicher Vielfalt, dem Schutz vor Diskriminierung sowie dem Recht auf geschlechtliche Selbstbestimmung.
Der nun vorliegende Referentenentwurf eines Gesetzes zur Änderung der in das Geburtenregister einzutragenden Angaben des Ministeriums des Innern, für Bau und Heimat nehmen wir jedoch mit großer Sorge zur Kenntnis. Denn dieser bleibt in weiten Teilen hinter den Chancen durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zurück [1].

In der momentanen Ausgestaltung steht der Geschlechtseintrags „weiteres“ [2] nur einem sehr eng definierten Personenkreis offen, da er an medizinische Diagnosen gebunden ist und sich nur auf körperliche Merkmale bezieht. Durch die geforderte medizinische Diagnose werden weiterhin intergeschlechtliche Menschen pathologisiert und gleichzeitig steht der Zugang vielen intergeschlechtlichen Menschen nicht offen. Denn Körper sind vielfältig und die medizinische Diagnose „Varianten der Geschlechtsentwicklung“ umfasst nicht alle intergeschlechtlichen Körperlichkeiten. Auch können negativen biografischen Erfahrungen mit dem medizinischen System in Bezug auf Intergeschlechtlichkeit für die Diagnosestellung eine zu große Hürde darstellt.

Durch die Fokussierung des Entwurfs auf körperliche Merkmale wird zudem denjenigen Menschen der Zugang zu einem dritten Geschlechtseintrag verstellt, deren Körper in medizinische Normvorstellungen von „männlich“ oder „weiblich“ fallen, die sich jedoch nicht als Mann oder Frau empfinden. In dem vorliegenden Referentenentwurf entscheiden Ärzt_innen über den Zugang zu einem dritten Geschlechtseintrag. Letztlich kann aber nur die jeweilige Person Auskunft über ihre Geschlechtsidentität geben.

Der vorliegende Referentenentwurf ist daher nicht dazu geeignet, geschlechtliche Vielfalt anzuerkennen und zu schützen. Auch wird das Recht auf geschlechtliche Selbstbestimmung nicht umgesetzt. Aus diesem Grund fordern wir Sie dazu auf, ein umfassendes Mantelgesetz zur Anerkennung und zum Schutz geschlechtlicher Vielfalt zu erlassen, wie es im Rahmen der Interministeriellen Arbeitsgruppe Inter- & Transsexualität erarbeitet wurde [3]. Dieser Entwurf eines Mantelgesetzes sollte an die Vorgaben aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts angepasst werden, wobei die unter Fußnote 1 genannten Stellungnahmen des Deutschen Juristinnenbunds sowie des Deutschen Instituts für Menschenrechte hilfreich für die Ausarbeitung der Details sein können.
 
 
Aus unserer Sicht sollte das Gesetz insbesondere folgende Aspekte umfassen:

- das Verbot von kosmetischen Genitaloperationen und anderen medizinischen Eingriffen an intergeschlechtlichen Kindern; die einzige Ausnahme hierzu sollten medizinische Behandlungen sein, die unmittelbar lebens- und gesundheitsnotwendig sowie nicht aufschiebbar sind

- keine Registrierung des Geschlechts nach der Geburt bei allen Neugeborenen (auch als Schutz vor einem ungewolltem Coming-out und damit als Diskriminierungsschutz)

- im auskunftsfähigen Alter die Möglichkeit, aus den folgenden Optionen zu wählen: offen lassen des Geschlechtseintrags oder einer der Geschlechtseinträge „weiblich“, „männlich“ oder „divers“, wobei im Anschluss an „divers“ eine eigene Bezeichnung mit begrenzter Zeichenzahl angegeben werden kann

- die Eintragung eines Geschlechts erfolgt durch einfache Selbstauskunft der jeweiligen Person auf dem Standesamt, es sind insbesondere keine Gutachten oder medizinischen Diagnosen dazu notwendig; dies gilt auch für spätere Änderungen des Personenstands

- wenn gewünscht, können durch einfach Selbstauskunft die Vornamen geändert werden

- ein Offenbarungsverbot bei Änderung des Personenstands und der Vornamen, wobei ein Verstoß gegen das Offenbarungsverbot strafbar sein sollte

- die Beseitigung bestehender Rechtsunsicherheiten, die sich momentan als Folge eines offen gelassenen Personenstands ergeben (siehe dazu das Gutachten aus Fußnote 3)
 
 
Wir appellieren dringlichst an Sie, ein solches Gesetz zur Anerkennung und zum Schutz geschlechtlicher Vielfalt zu erlassen, das auf dem Recht auf geschlechtliche Selbstbestimmung basiert.
 
 
Mit freundlichen Grüßen aus München
 

Irena Wunsch             Vincent Reindl             Robin Wulfert             Andrea Schuler
Leitung                          Beratung                        Beratung                      Öffentlichkeitsarbeit
 
 
Quellen:

[1] Siehe dazu auch folgende Stellungnahmen: Deutscher Juristinnenbund e.V.: Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat: Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der in das Geburtenregister einzutragenden Angaben. Stand: 5. Juni 2018: www.djb.de/verein/Kom-u-AS/K2/st18-11/
Deutsches Institut für Menschenrechte: Stellungnahme: "Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der in das Geburtsregister einzutragenden Angaben". Verbändeanhörung zum Referentenentwurf des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Juli 2018: https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Stellungnahmen/Stellungnahme_AEnderung_Geburtsregister_201807.pdf

[2] Siehe dazu auch die Umfrage des Bundesverband Intersexuelle Menschen e.V. zur Bezeichnung „weiteres“ für einen dritten Geschlechtseintrag: http://www.im-ev.de/pdf/2018_06_25_Auswertung_WEITERES_zum_Meinungsbild.pdf

[3]  Gutachten: Geschlechtervielfalt im Recht. Status quo und Entwicklung von Regelungsmodellen zur Anerkennung und zum Schutz von Geschlechtervielfalt. Begleitmaterial zur Interministeriellen Arbeitsgruppe Inter- & Transsexualität – Band 8 https://www.bmfsfj.de/blob/114066/8a02a557eab695bf7179ff2e92d0ab28/imag-band-8-geschlechtervielfalt-im-recht-data.pdf

 

Stellungnahme zur Veröffentlichung von IDC11

Wie einige von Euch vermutlich mitbekommen haben, ist die ICD 11 fertiggestellt. Es hat sich einiges verändert für trans* Menschen und manches im Bereich für inter* Menschen, das wir euch im folgenden Text darstellen wollen.

Im ICD 10 gab es die Bezeichnung „Transsexualismus“ auf der Position „F64.0“. Diese gibt es im ICD 11 nicht mehr, sie wird durch „HA60 Gender incongruence of adolescence or adulthood“ ersetzt. Die neue Position ist in der Gruppe „Conditions related to sexual health” eingeordnet.

Das bedeutet, dass trans* Personen nicht mehr länger eine Diagnose bekommen, die unter Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen fällt. Wir freuen uns sehr über diesen wichtigen Schritt in Richtung psychologische Entpathologisierung von trans* Personen. Ebenfalls ein großer Fortschritt ist, dass nicht mehr von „dem anderen Geschlecht“ gesprochen wird, denn darin war die Annahme enthalten, dass es nur zwei komplementäre Geschlechter gäbe. Es wird auch nicht mehr vom „anatomischen Geschlecht“ gesprochen, sondern vom „assigned sex“, also dem zugewiesenen Geschlecht. Diese kleinen Wörter haben eine große Auswirkung, da jetzt anerkannt wird, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt. Dadurch wird auch trans* Menschen mit nicht binärer Identität der Zugang zu gewünschten Behandlungen eröffnet. Ebenfalls wird nicht mehr davon ausgegangen, dass es nur zwei anatomische Geschlechter gebe, sondern es wird vom zugewiesenen Geschlecht gesprochen. Damit wird auch anerkannt, dass es körperlich nicht nur zwei Geschlechter gibt, daher steht die aktuelle Diagnose jetzt auch behandlungssuchenden inter* Menschen offenstehen.

Eine weitere Änderung ist die neue Diagnose „HA61 Gender incongruence of childhood“, die sich auf Kinder vor der Pubertät bezieht.
Da generell keine medizinischen Maßnahmen an vorpubertären Kindern vorgenommen werden, ist für uns an dieser Stelle der Sinn der Diagnose unklar.

Für inter* Menschen sieht die Situation leider ganz anders aus: unter LD2A und 5A71.1 werden immer noch pathologisierende Diagnosen für gesunde intergeschlechtliche Körper vergeben werden. An dieser Stelle haben wir uns entschieden die vollständigen Diagnosen nicht auszuschreiben, da bereits die Bezeichnungen sehr problematisch ist.

Dies kritisieren wir ebenso wie inter* Selbstorganisationen deutlich.

Kitty Anderson von Oii Europe sieht eine Gefahr durch die bereits zuvor erwähnte Diagnose „HA61 Gender incongruence of childhood“ für inter* Kinder. Denn diese könne genutzt werden, um geschlechtsverändernde Maßnahmen bei inter*Kindern durchzuführen,
„um die Inkongruenz zu bekämpfen“.
Für mehr informationen zu den Bedeutungen für inter* Menschen empfehlen wir das Statement von Oii Europe:

https://oiieurope.org/who-publishes-icd-11-and-no-end-in-sight-for-pathologisation-of-intersex-people/

So wichtig der Schritt für die Entpathologisierung von trans* Personen ist, kann die Diagnose im Kindesalter eine Gefahr für inter* Kinder darstellen. Und die Chance für eine längst überfällige Entpathologisierung von inter* Personen wurde leider verpasst.

 

 

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TIB des Jahres

Rückblick - Ein Jahr „Trans*Inter* Beratungsstelle“

Gründung der Trans*Inter*Beratungsstelle:
Die Geschichte unserer Entstehung begann bereits im Oktober 2015, als im Stadtrat die „Einrichtung einer Beratungsstelle für trans* und inter* Menschen“ beschlossen wurde. 
 
Im Jahr 2017 war es soweit: Robin und Irena begannen gemeinsam ab Februar die Räumlichkeiten und Strukturen der neuen Beratungsstelle vorzubereiten.

Am 16.05.2017 konnte sie dann offiziell eröffnet werden. Anfang Juni fing Vincent bei der Beratungsstelle als Berater, zusätzlich zu Robin , auf der zweiten 75% Stelle an. Zwei Wochen darauf folgte Andrea. Wir waren glücklich sie in Form eines Mini-Jobs für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit und als generelle Unterstützung gewinnen zu können.
Irena Wunsch leitet die Beratungsstelle mit einem kleinen Stundenanteil, im Rahmen ihrer Funktion als Leitung des Bereiches Beratung und Prävention, zu der neben der HIV-Beratungsstelle auch die Beratungsstelle RosaAlter, als ein Projekt der Münchner Aids-Hilfe e.V. gehört.
 
Das Beratungsangebot wird durch die Stadt München finanziert und ist eine der wenigen, hauptamtlich geförderten Beratungsstellen deutschlandweit für diesen Bereich.

Unsere Aufgaben lassen sich in vier zentrale Bereiche unterteilen:
• Individuelle Beratung, Begleitung und Unterstützung
• Fachberatung und Fortbildung zu den Themen trans* und inter*
• Unterstützung der Selbsthilfe-Gruppen, Netzwerke und Vereine
• Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung
 
Individuelle Beratung, Begleitung und Unterstützung:
Da wir die Auswertung des Jahres immer am Ende des Kalenderjahres anfertigen, beziehen sich die folgenden Zahlen auf Juni bis Dezember 2017.

In dieser Zeit haben sich 123 Personen an die Beratungsstelle gewandt. Davon haben 78 Personen einen trans* Hintergrund, der sich auf 23 trans*-männliche, 17 trans*-non-binäre und 38 trans*-weibliche Personen verteilt. Mehrheitlich haben trans*Menschen und deren Angehörige die Beratungen angefragt.  Dabei ist der Anteil von Eltern bei den Angehörigen, die sich an uns wenden, sehr hoch.

Insgesamt gab es in diesem Zeitraum 237 Kontakte von Ratsuchenden. Der Anteil der langfristigen Kontakte machte dabei 80% aus. Ein sechstel aller Beratungen 2017 wurden von Eltern genutzt.
 
Fachberatung und Fortbildung zu den Themen trans* und inter* & Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung:
Da trans* und inter* Menschen in allen Lebenslagen und mit unterschiedlichsten Themen zu uns in die Beratung kommen, benötigen wir für unsere Arbeit eine differenzierte Verweisstruktur. Daher ist eine gute Vernetzung mit anderen Einrichtungen des Hilfesystems eine sinnvolle Grundlage unserer Arbeit.
 
Im Jahr 2017 haben wir uns deshalb mit 12 anderen Einrichtungen gezielt vernetzt, darüber hinaus erreichten wir zahlreiche Träger der Regelversorgung durch unsere Öffentlichkeitsarbeit. Wir veranstalteten 7 Fortbildungen, hatten 2 Infostände, gaben Interviews und organsierten Veranstaltungen. Zum Beispiel zeigten wir am Intersex Awareness Day und innerhalb der Prideweek,  den sehr eindrucksvollen Film „Intersexion“.
Unsere Gremienarbeit umfasste beispielsweise den „Szenestammtisch“ und den „Runden Tisch zur Gleichstellung von Schwulen, Lesben und Transgendern der Koordinierungsstelle der LHM“.
 
Unterstützung der Selbsthilfe-Gruppen, Netzwerke und Vereine:
Im letzten Jahr war es uns besonders wichtig, Kontakt zu den Selbsthilfegruppen herzustellen, unsere Einrichtung als hauptamtliche Ergänzung zur Selbsthilfe zu etablieren und uns zu vernetzen.

Wir stehen im Kontakt mit „VivaTS“, „TransMann e.V.“, „Trans-Ident München“, „QTies“, „Diversity“, der „Trans*Inter*Tagung München“ und einer Gruppe von Angehörigen für trans*Menschen.
 
An dieser Stelle muss die ehrenamtliche Arbeit hervorgehoben werden, die für einen großen Teil der Hilfe und Unterstützung von trans* und inter* Personen ausschlaggebend sind. Nur durch ein großes, ehrenamtliches Engagement sind diese tollen Angebote überhaupt erst möglich.
Bei Bedarf stellen wir inter* oder trans* Selbsthilfegruppen gerne Räume zur Verfügung.
 
Vielen Dank für all die Unterstützung im letzten Jahr.
 
Euer Team der Trans*Inter*Beratungsstelle
Robin, Vincent, Andrea und Irena
 
 

Beitrag von Quarks & Co zum Thema Inter*

Junge oder Mädchen? Warum es mehr als zwei Geschlechter gibt

Der Folgende Beitrag aus der Reihe "Quarks & Co" des WDR ist unserer Ansicht nach empfehlenswert für einen Einstig in den Themenbereich Inter*. Es wird Grundsätzliches rund um Inter* vermittelet und inter* Menschen selbst wurden als Expert_innen in eigener Sache interviewt.

In dem Beitrag wird nicht nur die Situation von inter* Menschen geschildert, sondern zusätzlich ein Fokus auf das Thema "Geschlecht" gelegt.

Ein kleine Anmerkung unsererseits:
Wir möchten darauf hinweisen, das Lynn D. sich selbst als Z****** bezeichnet. Dies ist eine Selbstbezeichnung, die von den meisten inter* Menschen abgelehnt wird und sollte daher nur von inter* Menschen als Selbstbezeichnung verwendet werden beziehungsweise mit Einverständnis der jeweiligen inter* Person verwendet werden, wenn diese es für sich als stimmige Bezeichnung empfindet.

Zum Beitrag

Körpererfahrungs-Workshop

Körpererfahrungs-Workshop für trans* und nicht-trans*Menschen. Ein Workshop mit Alexander Hahne und K* Stern

Die Trans*Inter*Beratungsstelle veranstaltet zusammen mit der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen (KGL) einen Körpererfahrungs-Workshop.

Hier der Ankündigungstext der Workshop-Leiter_innen:

Dieser Workshop bietet dir die Möglichkeit der körperlichen Selbstbegegnung und -reflexion. Durch körperpraktisches Erleben nähern wir uns unserer geschlechtlichen Identität und nehmen unsere Körper explizit wahr. Um unsere Körperwahrnehmung zu verbessern nutzen wir die folgenden Inhalte:

  • Wahrnehmungs-, Atem- und Entspannungsübungen
  • Angeleitete Massagen allein und zu zweit unter Berücksichtigung von Trans*Besonderheiten
  • Tanz- und Bewegungseinheiten
  • Austausch über die eigene Körperlichkeit in Verbindung mit der geschlechtlichen Identität sowie das eigene Erleben im persönlichen gesellschaftlichen Umfeld
  • Übertragungsmöglichkeiten in den eigenen Alltag

Alle Übungen sind trans*sensibel konzipiert und die Teilnehmenden werden ermutigt selbst zu entscheiden, wie sie die Übungen für sich gestalten und ggf. uminterpretieren. Ob trans*, trans, transgender, transident, transsexuell, queer, genderqueer, genderfluid, weder-noch, nicht-binär, agender – oder noch ganz anders, du bist willkommen in unserem Workshop!

Mehr Informationen und das Anmeldungsformular findet ich auf der nächsten Seite.

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